Untermusbach

Die Geschichte von Untermusbach

Untermusbach mit einer Markungsfläche von 509 ha, gehörte mit Dornstetten, Aach, Wittlensweiler, Grüntal, Benzingen, Dietersweiler, Stockerhof zum Waldgeding. Eine Schutz-und Wirtschaftsgemeinschaft welche in die Besiedlungszeit vor nahezu 1000 Jahren , des Glattquellgebiets zurückreicht.
Die württemberisch-königliche Regierung hat das Waldgeding 1832-1845 als unzeitgemäss aufgelöst. Die Gemeinde erhält 500 Morgen Wald in Brand, Reute und Wässerle . Die Bürger hatten ihren Jahrzehnte langen Bürgernutzen, z.B. Brenn-und Bauholz kostenlos erhalten.

Talansicht Untermusbach

Der durch Musbach fliesende Stockerbach hat seinen Namen vermutlich vom alten Begriff Stockher berg, wobei Stockher (Stöcke), die bei der Rodung zum Schutz des Ufers verbliebene Baumstöcke bezeichnet. Die Bezeichnung Berg hat sich in Bach gewandelt.
Untermusbach gehörte den Pfalzgrafen von Tübingen, soll aber in der Frühzeit zusammen mit Dornstetten eine Fürstenbergische Gründung sein.
1272 als Muosbach urkundlich erwähnt, gehörte es damals zum Herzogtum Württemberg. 1521 sind hier 5 größere Bauerngüter vermerkt, welche sich aber in den folgenden Jahrhunderten durch reale Erbteilung sehr verkleinert haben.
Untermusbach ist seit 1535 evangelisch, kirchlich war es immer mit der sogenannten Muttergemeinde (Kirchspiel) verbunden, also ein kirchliches Filiale von Grüntal. Dies ist bis zur Gegenwart unverändert.
Die frühere Methodistenkapelle, erbaut im Jahre 1904 am Merzenberg wird von der evang. Landeskirche erworben, seit ca. 60 Jahre werden dort Gottesdienste abgehalten.
Im Jahre 1828 erhielt Untermusbach einen eigenen Friedhof, vorher wurden die Toten in Hallwangen und Dornstetten bestattet.
Die Neuapostolische Kirchengemeinde weihte am 2. Mai 1965 eine neue Kirche.

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Letzte Änderung am 15.04.21